Umweltminister Meyer: „Wiederansiedlung des Luchses Erfolgsgeschichte über den Harz hinaus“

2026Umweltminister Meyer: „Wiederansiedlung des Luchses Erfolgsgeschichte über den Harz hinaus“

Luchs-Auswilderung im Weser-Leine-Bergland soll Ausbreitung in Niedersachsen weiter stärken

Erstmals wurde am Freitag ein Luchs im Weser-Leine-Bergland südlich von Hannover ausgewildert. Das weibliche, einjährige Tier war im August 2025 im Landkreis Goslar verwaist von Mitarbeitern des Nationalparks Harz aufgefunden worden. Die vergangenen zwölf Monate ist es von der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen wieder aufgepäppelt worden. „Es freut mich sehr, dass wir die Luchskatze nach fast einem Jahr Pflege bei uns in der Wildtierstation gesund und fit für die Auswilderung an die Kolleginnen und Kollegen vom Luchsprojekt Harz übergeben können“ berichtet Stationsleiter Dr. Florian Brandes. Nun wurde die Luchsin durch Umweltminister Christian Meyer, Agrarstaatssekretärin Frauke Patzke, Vertreterinnen und Vertreter der Nationalparkverwaltung Harz, des Landkreises und der Jägerschaft Hameln-Pyrmont sowie der Niedersächsischen Landesforsten im Osterwald (Landkreis Hameln-Pyrmont) wieder in die Freiheit entlassen.

„Die Wiederansiedlung des Luchses in Niedersachsen durch das Luchsprojekt Harz ist ein großer Erfolg für den Artenschutz in Niedersachsen“, sagt Umweltminister Christian Meyer. „Im Harz haben wir wieder eine stabile Population von Luchsen erreicht. Durch Auswilderungen wie 2023 im Solling und nun im Weser-Leine-Bergland haben wir die Möglichkeit, das Luchsvorkommen auch über den Harz hinaus in anderen Waldgebieten zu stärken und so die Ausbreitung in weiteren Teilen von Niedersachsen zu fördern. So unterstützen wir, dass allmählich eine wachsende Luchspopulation in Niedersachsen entsteht.“

Durch die aktive Wiederansiedlung und Auswilderung von Luchsen seit den 2000er Jahren im Harz stellt die dortige Luchspopulation inzwischen mit über 160 Tieren die größte Population in Deutschland dar. Da der Bestand aber weiterhin von anderen Vorkommen isoliert und damit langfristig nicht gesichert ist, wird die Tierart in der Roten Liste Niedersachsens weiterhin als „vom Aussterben bedroht“ und als „in einem schlechten Erhaltungszustand“ gelistet. Nach der erfolgreichen Wiederfreilassung von zwei ehemals verwaisten weiblichen Luchsen vor rund drei Jahren in den Sieben Bergen bei Alfeld und im Solling, wo es bereits mehrfach zu Nachwuchs kam, soll nun die Auswilderung im Weser-Leine-Bergland dazu beitragen, dass sich die Luchspopulation auch in Richtung Süntel und Deister südlich von Hannover weiter stabilisiert. Um nachvollziehen zu können, ob und wo die Luchsin ihr Revier etabliert, wurde sie für die nächsten Monate mit einem Halsbandsender ausgestattet.

Hier der Beitrag aus Hallo Niedersachsen 

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