Der in der Innenstadt von Hamburg eingefangene und zwischenzeitlich in der Wildtier- und Artenschutzstation untergebrachte Wolf konnte am Ostersonntag wieder in die Natur entlassen werden. Das Veterinärteam der Wildtierstation Dr. Florian Brandes und Dr. Karolin Schütte legten dem Wolf vor dem Transport einen Halsbandsender an und begleiteten ihn bis zur Freilassung.
Während der Unterbringung in der Wildtierstation wurde der Gesundheitszustand überprüft und das Verhalten des Wolfes beobachtet. Weiterhin konnte so die notwendige Zeit gewonnen werden, die Geschehnisse auszuwerten und das weitere Vorgehen mit den zuständigen Behörden und politischen Entscheidungsträgern zu besprechen. Wir konnten feststellen, dass der Wolf sich in einem guten Gesundheitszustand befand und sich auch arttypisch völlig normal verhalten hat. Beides wichtige Voraussetzungen für eine baldige Wiederauswilderung. Wir freuen uns, dass die – sicher nicht leichte – Entscheidung den Wolf wieder in die Natur zu entlassen so zeitnah getroffen werden konnte und Danken allen Beteiligten, die sich für diese Lösung eingesetzt haben!
Das Senderhalsband wurde vom Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des LIFE Wild Wolf-Projektes wird der Wolf nun länderübergreifend engmaschig überwacht. Dadurch ist es möglich jederzeit kurzfristig einzugreifen, sollte es unerwartet noch einmal zu einer kritischen Situation kommen. Im Sinne des Tierschutzes macht die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) zum Standort des Tieres keine Angaben.










