„Tierisches“ Programm am zweiten Tag der Sommerreise von Niedersachsens Umwelt-, Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer: Erstes Ziel war am Freitag 03.07.26 Vormittag die Wildtierstation in Sachsenhagen. Sie ist eine der größten Wildtierauffangstationen Deutschlands, vom Land Niedersachsen als Betreuungsstation anerkannt und nimmt jährlich bis zu 3.000 verletzte, kranke oder hilflos aufgefundene Wildtiere auf. Eine Besonderheit sind die vom Land geförderten Gehege für Biber, Luchse und das Alpensalamander-Kompetenzzentrum. Neben der Tierpflege engagiert sich die Wildtier- und Artenschutzstation in der Umweltbildung, Forschung und in Artenschutzprojekten. „Niedersachsen ist Artenschutzland und aktiv bei der Wiederherstellung der Natur“, so Minister Meyer. „Ehemals in Niedersachsen verschwundene Tiere wie der Luchs und der Biber sind hier wieder heimisch. Wildtierauffangstationen sind dabei ein wichtiger Partner des Landes im praktischen Arten- und Wildtierschutz und beim Erhalt der biologischen Vielfalt.“
Seit 2019 wurden in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen 23 verwaiste Luchse aufgenommen. Meyer: „Das fördert die Wiederansiedlung und Verbreitung der Luchse über den Harz hinaus.“ Ebenso werden dort – in dem vom Land im Rahmen des Bibermanagements geförderten Gehege – Biber gepflegt oder auch umgesiedelt. Zudem wurde im Rahmen der Führung auch die Gefährdung von heimischen Schwarzlurchen wie dem Feuersalamander oder dem Alpensalamander durch Hautpilz-Erreger (Bsal) thematisiert, die zu schweren Infektionen wie die Salamanderpest führen kann.
Besonders beeindruckt war der Minister von dem neuen Alpensalamander-Kompetenzzentrum, das 2025 gemeinsam mit dem Erlebnis-Zoo Hannover und der Artenschutzorganisation „Citizen Conservation“ gegründet wurde. Das Projekt entstand nach der Beschlagnahmung seltener, illegal gehaltener Alpensalamander und verfolgt das Ziel, bedrohte Arten durch wissenschaftlich begleitete Haltung und Nachzucht langfristig zu erhalten.











