Chihuahua-Riss Hornbostel: Wolfsverdacht ausgeräumt Hunde-DNA nachgewiesen

WolfsberatungChihuahua-Riss Hornbostel: Wolfsverdacht ausgeräumt Hunde-DNA nachgewiesen

Die genetische Analyse im Fall Hornbostel ist abgeschlossen. Der am Mittwochmorgen den 05.08.2015 tot aufgefundene Chihuahua-Rüde wurde nicht von Wölfen attackiert. Das Labor für Wildtiergenetik des Forschungsinstituts Senckenberg hatte im Auftrag des NLWKN die von der Wolfsbeauftragten der LJN genommenen Proben des toten Chihuahua-Rüden untersucht. Die Wissenschaftler teilten mit, in den untersuchten Proben keinen Hinweis auf in Deutschland oder umliegenden Regionen vorkommende Wölfe gefunden zu haben. Die untersuchten Speichelreste des potentiellen Angreifers, die unter anderem am Geschirr des toten Hundes sichergestellt werden konnten, wiesen das genetische Profil eines Hundes mit Verdacht auf Wolfhund auf. Über den Abgleich einer Mundschleimhautprobe des unverletzten Terriers, konnte dieser als Verursacher ausgeschlossen werden. Über zwei Haare, die im Maul des Chihuahuas gefunden wurden, konnte ein weiterer Canide nachgewiesen werden. Die Qualität der untersuchten Probe reichte jedoch für einen genetischen Fingerabdruck nicht aus. Über die Analyse der sogenannten mitochondrialen DNA konnte ein nicht-europäischer Wolfshaplotyp festgestellt werden, wie er laut den Wissenschaftlern des Senckenberg Instituts auch bei Wolfhunden vorkommt. Bereits letzte Woche lag das Ergebnis der pathologischen Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) vor, die zeigte, dass der Chihuahua tatsächlich an den Bissverletzungen gestorben war. Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens zwei Wolfhunde an der tödlichen Attacke auf den Chihuahua beteiligt waren.

Pressemeldung vom 13.08.2015 des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz

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